Weiter relevant für: Weinbau/Önologie, Landschaftsarchitektur (Bereich Landschaftsbau)
Lehrziele/Studienziele:
Die Bedeutung sozialer und geschlechtsspezifischer Aspekte in den verschiedenen gartenbaulichen Arbeitsfeldern analysieren und verstehen lernen.
Lehrinhalte/fachspezifische Inhalte der Geschlechterforschung:
Die Verankerung von Gender-Aspekten ist in folgenden Fachgebieten wichtig:
- Betriebswirtschaftslehre: Betriebsstrukturen und die Rolle der Frau in gartenbaulichen Familienbetrieben. Geschlechterspezifische Arbeitsgestaltung, Arbeitsorganisation, Arbeitsbewertung (Entlohnung) im Gartenbau Studienphase BSc., 4.-5. Sem.
- Marktlehre: Rolle der Frau bei der Entstehung gartenbaulicher Märkte. Geschlechterspezifische Bestimmungsfaktoren des Verbraucherverhaltens. Die hohe Affinität weiblicher Käuferinnen zu gartenbaulichen Produkten erkennen und im Marketing einsetzen. Studienphase BSc., 4.-5. Sem.
- Innenraumbegrünung: Wirkungen von Pflanzen auf Menschen geschlechtsspezifisch beschreiben. Studienphase BSc., 4.-5. Sem.
- Ökologischer Anbau: Geschlechterspezifische Wertesysteme erkennen. Studienphase BSc., 4.-5. Sem.
- Dienstleistungs-Gartenbau: Die Rolle der Frau in Dienstleistungsbetrieben als Anbieterin und Kundin verstehen. Zusammenhang zwischen gartenbaulichen Produkten/Dienstleistungen und "traditioneller" häuslicher Arbeitsteilung erkennen. Studienphase BSc., 4.-5. Sem.
- Arbeits- und Berufspädagogik: Geschlechterspezifische Aspekte der Ausbildung, Lern- und Arbeitstechniken. Studienphase BSc., 6.-7. Sem.
- Betriebsführung: Geschlechterspezifische Elemente in Führungsmodellen und Führungstechniken. Studienphase BSc., 6.-7. Sem.
- Beratung: Beratungsrelevante Aspekte interpersonaler Kommunikation und Konfliktmanagement als Genderwirkung verstehen. Studienphase BSc., 6.-7. Sem.
- Entwicklungstheorie und -politik: Die Rolle der Frau als Beraterin und Adressatin von Beratung im Entwicklungsdienst und in der Entwicklungspolitik in unterschiedlichen kulturellen Traditionen verstehen. Studienphase MSc.
- Arbeitslehre: Geschlechterspezifische Arbeitsteilung und -belastung analysieren. Studienphase MSc.
- Berufspraktisches Semester, Projekt oder Praktikum: Geschlechtsspezifische Aspekte im Berufsleben erkennen und analysieren. Studienphase BSc., MSc.
Formen der Integration der Inhalte der Geschlechterforschung in das Curriculum:
Ein "Gender-Modul" bieten zur Zeit:
- die Universität Hannover im Masterstudiengang als Wahlfach, verknüpft mit Wissenschaftstheorie
- die Humboldt Universität Berlin im Bachelorstudium als Wahlfach: "Gender und Globalisierung"
Die Frequentierung des Moduls durch die Studierenden hängt entscheidend davon ab, an welcher Stelle ein Modul in das Studienprogramm integriert ist bzw. mit welcher Wertigkeit es verankert ist. Ein reines Wahlmodul erfährt eine andere Einschätzung als im Pflicht- oder Wahlpflichtbereich sowohl auf Seiten der Studierenden wie auf Seiten der Lehrenden.
Grundsätzlich ist der Geschlechteraspekt ein Querschnittsthema. Es sollte in den sozialökonomischen und entwicklungspolitischen Fachgebieten integriert werden, wie oben dargestellt. Eine Integration in die eher naturwissenschaftlich oder technisch geprägten Fachgebiete ist schwer vorstellbar.
Studienphase:
Siehe Aufstellung Fachgebiete/Lehrinhalte, wobei die für Bachelor im sechsten bis siebten Semester genannten Fragestellungen auch in Masterprogrammen vertieft werden sollten.
[Literatur + Links + Netzwerke]
[Beispiele Gender Studies + Gender-Professuren]
Erstellt von:
[Weitere ExpertInnen für das Fach]
Curricula verwandter Fächer:
[Agrarwissenschaften/Landwirtschaft]
[Forstwissenschaften]
[Umweltwissenschaften]
[Geographie]